Ein Verbandbuch richtig ausfüllen will gelernt sein
Praxisnahe Anleitung für Unternehmen
Wie wir bereits in unserem Blogbeitrag „Warum muss ich eigentlich ein Verbandbuch führen?“ erläutert haben, passieren Unfälle grundsätzlich überall – ganz gleich, ob in einem kleinen Handwerksbetrieb oder in einem großen Industriekonzern. Doch was ist zu tun, wenn sich ein Mitarbeiter tatsächlich verletzt? Laut § 24 Abs. 6 der DGUV Vorschrift 1 ist jede Erste-Hilfe-Leistung am Arbeitsplatz zu dokumentieren. Zudem stellt sich die Frage, wie das in der Praxis funktioniert. In diesem Blogbeitrag gehen wir nun einen Schritt weiter und zeigen Ihnen, wie ein Verbandbuch korrekt ausgefüllt wird und zudem, worauf es dabei wirklich ankommt.
Digitales Verbandbuch
Mit unserem Modul Digitales Verbandbuch sind Sie perfekt organisiert mit der Verwaltung von Unfällen und Vorfällen in Ihrem Unternehmen.
Warum ein Verbandbuch ausfüllen?
Ein Verbandbuch ist ein zentrales Werkzeug im Arbeitsschutz und für die Arbeitssicherheit jedes Unternehmens unerlässlich. Denn es dient nicht nur der rechtlichen Absicherung von Mitarbeitern, sondern auch der Analyse von Unfallursachen, der Vermeidung zukünftiger Vorfälle sowie der Dokumentation von Ansprüchen gegenüber der Berufsgenossenschaft. Jede Verletzung, selbst kleine Schnittwunden oder Prellungen, muss sorgfältig erfasst werden. Die Verantwortung für das „Verbandbuch führen“ liegt zunächst bei der Geschäftsführung. Außerdem kann sie zudem per Pflichtenübertragung an Sicherheitsfachkräfte oder Sicherheitsbeauftragte delegiert werden. Oft wird es auch vom Ersthelfer – zumindest zu Beginn – ausgefüllt. Danach müssen Verantwortliche die Eintragungen anschließend vervollständigen. Denn wer das Verbandbuch ausfüllt, übernimmt eine entscheidende Rolle für den Schutz der Mitarbeiter und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
Sie haben Fragen zum Verbandbuch?
Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf. Wir helfen Ihnen weiter.Welches Gesetz gilt?
Die Grundlage für die Führung eines Verbandbuchs ist in § 24 der DGUV Vorschrift 1 geregelt. Sie legt eindeutig fest, dass Unternehmen jede Erste-Hilfe-Leistung im Betrieb dokumentieren müssen, wodurch klare Vorgaben für Unternehmen entstehen. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ergänzt diese Vorschriften mit praxisnahen Empfehlungen, etwa zum Datenschutz, zur Aufbewahrungspflicht und zur vollständigen Erfassung der Daten. So stellen Unternehmen sicher, dass Eintragungen korrekt, nachvollziehbar und rechtlich einwandfrei sind. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie folglich unabhängig von der Größe ein Verbandbuch führen müssen, um sowohl rechtliche Sicherheit zu gewährleisten als auch die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen.
Das sagen Kunden über unser digitales Verbandbuch
Für einen unfallfreien Arbeitsplatz!
Welche Verletzungen müssen dokumentiert werden?
Grundsätzlich gilt: Alle Verletzungen am Arbeitsplatz sind zu erfassen, von kleinen Schnittverletzungen über Prellungen und Verbrennungen bis hin zu schweren Unfällen. Deshalb sind auch Beinaheunfälle und sicherheitsrelevante Beobachtungen sinnvoll zu dokumentieren, insbesondere wenn das Unternehmen nach ISO 45001 zertifiziert ist. Selbst scheinbar harmlose Verletzungen können sich verschlimmern und später zu Arbeitsunfähigkeit führen. Deshalb ist es unerlässlich, dass jede Verletzung lückenlos dokumentiert wird. Ein korrekt geführtes Verbandbuch ist somit nicht nur ein rechtliches Instrument, sondern auch ein Werkzeug zur Unfallprävention und Sicherheit am Arbeitsplatz.
Was gehört in einen Eintrag?
Beim Ausfüllen eines Verbandbuch-Eintrages kommt es auf Vollständigkeit, Genauigkeit sowie auf eine klare Struktur an. Folgende Angaben sollten folglich unbedingt enthalten sein:
- Der Name der verletzten Person
- Datum und Uhrzeit des Unfalls
- der genaue Ort des Vorfalls
- eine detaillierte Beschreibung der Verletzung oder Erkrankung
- Art und Umfang der geleisteten Erste-Hilfe-Maßnahmen.
Zusätzlich sind Name des Ersthelfers oder der Ersthelferin, Zeugen (falls vorhanden) und die Unterschrift der eintragenden Person zu vermerken.
Ein praktisches Beispiel verdeutlicht dies: Ein Mitarbeiter schneidet sich beim Verpacken von Waren in den Finger. Der Kollege versorgt die Wunde mit einem Pflaster, und der Vorfall wird sofort im digitalen Verbandbuch von Prevenio® eingetragen. Dabei werden Name, Datum, Uhrzeit, Ort, Art der Verletzung, durchgeführte Maßnahmen, Zeugen sowie zudem die Unterschrift erfasst. Sollte die Wunde sich entzünden oder eine Arbeitsunfähigkeit folgen, dann ist der Vorfall lückenlos dokumentiert und kann als Nachweis für Versicherungsansprüche dienen.
Wie führe ich einen Verbandbucheintrag mit Prevenio® durch?
Die Nutzung der Arbeitsschutz Software Prevenio® erleichtert das „Verbandbuch ausfüllen“ erheblich. Der typische Ablauf mit dem Modul Digitales Verbandbuch sieht wie folgt aus: Berechtigte Personen legen einen Vorfall in der Abteilung an, in der dieser passiert ist. Hierbei werden alle relevanten Vorfalldaten erfasst: betroffene Person, Datum, Uhrzeit, Ort, durchgeführte Erste-Hilfe-Maßnahmen, Art der Verletzungen sowie eventuelle Zeugen. Über das Benachrichtigungssystem erhält der Vorgesetzte eine Meldung über den neuen Verbandbucheintrag und ergänzt diesen außerdem mit weiteren Angaben und Daten.
Hierbei lassen sich auch Maßnahmen, Analysen oder Dokumente hinterlegen. Zusätzlich generiert das System bei Bedarf eine Unfallanzeige für die Berufsgenossenschaft oder Vorfallanalysen für die interne Dokumentation sowie Audits. Mit der Software ist es möglich – neben Unfällen – auch Beinahevorfälle oder Sicherheitsbeobachtungen zu erfassen. Prevenio® speichert die Informationen automatisch revisionssicher und informiert die zuständigen Personen zudem über den Eintrag.
Darüber hinaus lassen sich die Einträge nach verschiedenen Kriterien filtern und auswerten, um Unfallmuster zu erkennen und präventive Maßnahmen gezielt zu planen. Die Integration mit anderen Modulen von Prevenio® ermöglicht zudem, dass Arbeitsschutzprozesse vernetzt bleiben und Verantwortliche jederzeit den Überblick behalten.
Nach Eingabe Ihrer Daten erhalten Sie die Verbandbuch-Checkliste.
Prävention in Perfektion
Jetzt mehr über die Anwenderberichte mit unseren Kunden erfahrenWie lange muss das Verbandbuch aufbewahrt werden?
Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist für Verbandbucheinträge beträgt mindestens fünf Jahre. Diese Frist gilt sowohl für analoge als auch digitale Einträge. Mit der Arbeitsschutz Software Prevenio® lassen sich Aufbewahrungsfristen automatisch umsetzen, wodurch Verantwortliche rechtzeitig informiert werden, bevor Daten gelöscht werden dürfen. Gleichzeitig stellt die digitale Archivierung außerdem sicher, dass alle Einträge vollständig, nachvollziehbar und revisionssicher gespeichert sind, was sowohl den rechtlichen Anforderungen als auch den Anforderungen an die Arbeitssicherheit entspricht.
Digital vs. Analog
Übrigens, wir gehen in unserem Blogbeitrag „Muss ich eigentlich ein Verbandbuch führen?“ auf die zentralen Vorteile eines digitalen Verbandbuchs ein. Informieren Sie sich gerne darüber und sehen Sie auf einen Blick, was ein digitales Verbandbuch besonders macht. Insgesamt kann man sagen, dass das Führen eines digitalen Verbandbuchs einfacher, strukturierter und transparenter ist – und so gleichzeitig den administrativen Aufwand reduziert.
Schlussendlich ist zu sagen
Das Ausfüllen des Verbandbuchs ist eine zentrale Aufgabe für Unternehmen, um Arbeitsunfälle korrekt zu dokumentieren, Unfallursachen zu analysieren und präventive Maßnahmen abzuleiten. Die Nutzung eines digitalen Verbandbuchs wie das Modul der Arbeitsschutz Software Prevenio® erleichtert diese Aufgabe erheblich. Denn es werden da Einträge revisionssicher gespeichert, automatisch benachrichtigt und leicht ausgewertet. So werden Rechtssicherheit, Effizienz und Transparenz gewährleistet und Sicherheitsfachkräfte können ihre Arbeit deutlich effektiver gestalten. Wer ein Verbandbuch führt, erfüllt damit nicht nur gesetzliche Pflichten, sondern leistet auch einen aktiven Beitrag zur Arbeitssicherheit und Unfallprävention.
Das Wichtigste als FAQ zusammengefasst
Jedes Unternehmen ist gesetzlich verpflichtet, ein Verbandbuch zu führen. Bereits ab dem ersten Mitarbeiter ist ein Verbandbuch erforderlich. Die Verantwortung liegt zunächst bei der Geschäftsführung, kann aber per Pflichtenübertragung an Sicherheitsfachkräfte oder Sicherheitsbeauftragte delegiert werden. Dies stellt sicher, dass die Erfassung von Unfällen korrekt und zeitnah erfolgt und dass Verantwortliche für die Einhaltung der Vorschriften klar definiert sind.
Es müssen alle Verletzungen am Arbeitsplatz dokumentiert werden – von kleinen Schnittverletzungen und Prellungen über Verbrennungen bis hin zu schwerwiegenden Unfällen. Auch Beinaheunfälle oder sicherheitsrelevante Beobachtungen sollten erfasst werden. Selbst kleine Verletzungen können später zu Langzeitfolgen führen, daher ist die vollständige Dokumentation entscheidend für Unfallprävention und rechtliche Absicherung.
Ein vollständiger Eintrag im Verbandbuch umfasst den Namen der verletzten Person, Datum, Uhrzeit und Ort des Unfalls, die genaue Beschreibung der Verletzung oder Erkrankung sowie die durchgeführten Erste-Hilfe-Maßnahmen. Zusätzlich werden Name des Ersthelfers oder der Ersthelferin, Zeugen (falls vorhanden) und die Unterschrift des Eintragenden vermerkt. Diese Angaben gewährleisten eine nachvollziehbare Dokumentation und sind unerlässlich für die Auswertung von Unfallursachen.
Ja, ein digitales Verbandbuch bietet zahlreiche Vorteile. Die Einträge sind revisionssicher, Datenschutzanforderungen werden eingehalten, Benachrichtigungen an Verantwortliche erfolgen automatisch, und Daten können unkompliziert ausgewertet werden. Zudem lassen sich digitale Einträge mit anderen Arbeitsschutzprozessen verknüpfen, was die Effizienz steigert und die Prävention von Unfällen verbessert.
Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist beträgt mindestens fünf Jahre. Digitale Lösungen wie Prevenio® erleichtern die Einhaltung dieser Frist, da Löschfristen automatisch umgesetzt und Erinnerungen an Verantwortliche verschickt werden. Auf diese Weise sind alle Daten sicher archiviert, jederzeit verfügbar und vollständig nachvollziehbar.
Mehr über die Blogbeiträge erfahren
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