Rutschgefahr im Herbst: Risiken, Pflichten und Vorbeugung

Rutschgefahr im Herbst: Risiken, Pflichten und Vorbeugung

Rutschgefahr im Herbst: Risiken, Pflichten und Vorbeugung

So erkennen Sie Risiken und beugen Sturzunfällen vor

Wenn im Herbst die Blätter fallen, verändert sich auch die Unfallgefahr auf Wegen, Treppen, Gerüsten und Verkehrsflächen. Besonders nasses Laub kann den Untergrund rutschig machen und dadurch Stürze begünstigen. Deshalb gehört die Rutschgefahr im Herbst auch zum Arbeitsschutz. Arbeitgeber sollten Verkehrswege regelmäßig kontrollieren und Rutschgefahren möglichst früh beseitigen. Beschäftigte wiederum sollten aufmerksam bleiben und erkannte Rutschgefahren melden. Denn mit passenden Maßnahmen lässt sich das Risiko von Rutschunfällen sowie Sturzunfällen deutlich reduzieren. Und falls doch etwas passiert, kann ein Eintrag im Verbandbuch helfen, den Vorfall nachvollziehbar festzuhalten, um künftig Sturzunfälle zu vermeiden.

Die Rutschgefahr im Herbst gehört zu den 3 größten Gefahren der Jahreszeit. (Quelle: BG BAU)

Warum Herbstlaub zur Rutschgefahr wird

Trockenes Laub ist zunächst meist unproblematisch. Sobald jedoch Regen, Tau oder andere Feuchtigkeit hinzukommen, kann eine glatte und rutschige Schicht entstehen. Besonders kritisch wird es, wenn Herbstlaub zusätzlich Unebenheiten, lose Bodenplatten oder andere Hindernisse verdeckt. Dadurch entsteht nicht nur eine Rutsch-, sondern auch eine Stolpergefahr. Der ADAC weist ebenfalls darauf hin, dass sich unter Laub beispielsweise Äste, Steine oder Schlaglöcher verbergen können.

Stellen wir uns einen typischen Herbstmorgen vor. Ein Mitarbeiter kommt auf dem Parkplatz an und geht auf dem Weg zum Gebäude. Über Nacht hat es geregnet, außerdem liegen viele Blätter auf dem Boden. Auf den ersten Blick wirkt der Weg sicher. Doch unter dem nassen Laub befindet sich eine Unebenheit. Ein Schritt genügt und der Mitarbeiter rutscht aus. Genau solche Situationen zeigen, warum Herbstlaub nicht nur ein typisches Zeichen der Jahreszeit, sondern auch ein Thema für die Arbeitssicherheit ist.

Wo die Rutschgefahr im Herbst besonders steigt

Besonders aufmerksam sollten Unternehmen dort sein, wo Beschäftigte regelmäßig unterwegs sind. Dazu gehören Wege zwischen Parkplatz und Gebäude, Eingangsbereiche, Treppen und Verkehrsflächen auf dem Betriebsgelände. Gerade an Treppen kann nasses Laub gefährlich werden, weil ein Ausrutschen schnell zu einem schwereren Sturz führen kann. Auch Eingangsbereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit, weil Beschäftigte zusätzlich Feuchtigkeit und Laub über ihre Schuhe in Gebäude tragen können. Die BG RCI weist darauf hin, dass gerade an Gebäudeeingängen in Herbst und Winter eine erhöhte Rutschgefahr durch nasse Schuhsohlen und Laub besteht.


Unterweisung

In unserer Unterweisung Sicheres Fahren in Herbst und Winter zeigen wir Ihnen, wie Sie sich beim Fahren in der kalten Jahreszeit bereits im Herbst wirksam schützen können. 

Was müssen Arbeitgeber beachten?

Arbeitgeber müssen Gefährdungen für Beschäftigte beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen festlegen. Das ergibt sich aus § 5 Arbeitsschutzgesetz. Verändern sich die Bedingungen im Herbst durch Nässe und Laub, sollte deshalb auch geprüft werden, ob die bestehenden Maßnahmen weiterhin ausreichen. Für Arbeitsstätten spielen dabei unter anderem sichere Verkehrswege und eine ausreichende Beleuchtung eine wichtige Rolle. Die BG BAU empfiehlt deshalb regelmäßige Reinigung von Verkehrswegen und Arbeitsbereichen, eine gute Ausleuchtung sowie trittsicheres Schuhwerk.

Dabei muss nicht jeder einzelne Laubfleck sofort beseitigt werden. Entscheidend ist vielmehr, wie stark die konkrete Gefährdung ist und wie häufig beziehungsweise intensiv ein Bereich genutzt wird. Gerade bei starkem Wind oder Regen kann sich die Situation innerhalb kurzer Zeit verändern. Deshalb sollten Unternehmen ihre Verkehrswege regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf erneut reinigen.

Was können Beschäftigte selbst tun?

Auch Beschäftigte können zur Arbeitssicherheit beitragen. Bei nassem Herbstlaub sollten sie besonders aufmerksam gehen und geeignetes Schuhwerk mit griffiger Sohle tragen. Wer eine rutschige Stelle entdeckt, sollte die Gefahr nicht einfach ignorieren, sondern sie möglichst direkt melden. So können Verantwortliche schnell reagieren und weitere Unfälle verhindern.

Auch bei der Beseitigung von Herbstlaub gilt es, auf Arbeitsschutz zu achten. Werden Laubbläser oder andere motorisierte Geräte eingesetzt, können unter anderem Staub, kleine Steine oder Äste aufgewirbelt werden. Der TÜV-Verband empfiehlt deshalb, bei der Nutzung solcher Geräte, wie z.B. Laubbläser, auf geeignete Schutzmaßnahmen und die passende Schutzausrüstung zu achten.

Pkw fährt über eine bewässerte Fahrbahn eines Fahrsicherheitszentrums, während eine Person in Warnkleidung den Ablauf der Übung beobachtet.

Fahrsicherheitstraining für die TransGate-Mitarbeiter

Damit unsere Mitarbeiter fit für den Straßenverkehr sind, haben wir ein sehr aufschlussreiches Fahrsicherheitstraining absolviert.

Was ist zu tun, wenn trotzdem ein Sturzunfall passiert?

Trotz guter Prävention lässt sich ein Unfall nicht immer verhindern. Rutscht ein Beschäftigter auf nassem Laub aus und verletzt sich, sollte der Vorfall deshalb nicht einfach abgehakt werden. Eine nachvollziehbare Dokumentation kann dabei helfen, den Vorfall festzuhalten und mögliche Ursachen für weitere Maßnahmen zu erkennen.

Hier kommt das Verbandbuch von Prevenio ins Spiel. Dort lassen sich Erste-Hilfe-Leistungen und entsprechende Ereignisse dokumentieren. Gerade bei kleineren Verletzungen ist eine nachvollziehbare Dokumentation wichtig, weil sich daraus später Hinweise auf wiederkehrende Gefahrenstellen ergeben können. So wird das Verbandbuch nicht nur zur Dokumentation genutzt, sondern kann zugleich wertvolle Informationen für den Arbeitsschutz liefern.


Digitales 
Verbandbuch

Reduzieren Sie die Rutschgefahr im Herbst und tragen Sie Vorkommnisse im digitalen Verbandbuch ein. So können in Zukunft Sturzunfälle vermieden werden. 

Auch beim Fahren lauern Herbstgefahren

Die Rutschgefahr im Herbst betrifft allerdings nicht nur Fußwege und Betriebsgelände. Auch Beschäftigte, die beruflich mit dem Auto unterwegs sind, müssen sich auf nasses Laub, schlechte Sicht und wechselnde Straßenverhältnisse einstellen. Passend dazu bieten wir das Unterweisungsthema „Sicheres Fahren bei Herbst und Winter“ an, das wichtige Gefahren der kalten Jahreszeit aufgreift. Auch beim eigenen Fahrsicherheitstraining bei der Euregio Verkehrsakademie in Nordhorn konnten wir erleben, wie wichtig angepasstes Verhalten und das richtige Reagieren in kritischen Fahrsituationen sind.

Einträge erfassen und zentral dokumentieren

Mit der digitalen Arbeitsschutz-Software Prevenio lässt sich das Verbandbuch digital und strukturiert führen. Einträge können online erfasst und zentral dokumentiert werden. Dadurch behalten Unternehmen relevante Ereignisse im Blick und schaffen eine gute Grundlage für einen strukturierten Arbeitsschutz. Wenn Sie mehr über Prevenio erfahren möchten, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf. Sie können sich auch gerne unsere kostenlose Demoversion sichern.

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